Tenacious D, 6.2.2015 Tonhalle

Der Craggan wird langweilig. Irgendwie andauernd die gleichen Bands. Zum dritten mal in 2 Jahren die hier. Ich weiß. Ich gelobe Besserung. Zum Beispiel werde ich das nächste Konzert von TenaciuosD dann mal auslassen.

Aber von Vorne: Die aktuelle Tour nennt sich „Unplugged and Unprotected“ und das Münchener Konzert war binnen eines halben Tages ausverkauft. Jack und Kyle haben in Deutschland wohl die größte Fanbase außerhalb der Staaten. Entsprechend voll war die Tonhalle (eigentlich gemeinsam mit dem Freiheiz die schönste mittelgroße Location Münchens. Kleiner als das Zenith und die Muffathalle, größer als das Strom oder die Garage). Zu voll. Da, wo ich immer stehe (so 10-15m vor der Bühne), konnte man kaum mit dem Hintern wackeln. Und: Selten so schlechte und verrauchte Luft erlebt, seit das Rauchverbot unterwegs ist. Aber OK, da musste durch, wenn du in Konzerte gehst und dir nicht die Rückseite im Gasteig plattsitzen willst.

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Vorgruppe – wie immer – Sasquatch. Der begnadete Gitarren-Roadie im Pelzkostüm. Der ist ja immer wieder nett, aber auch immer wieder exakt das Gleiche bis hin zum abgespielten Set. Dann nach einer vollkommen unnötigen, weil überflüssigen (weil es nix umzubauen gab!) Umbaupause endlich TheD! Gleich zu Beginn an mit einem ihrer größten Knaller: Tribute. An dieser Stelle sei einmal das Publikum gelobt, das in München ja gerne mal (bei Konzerten wie auch in der Allianz Arena) eine grantelnde Konsumentenhaltung einnimmt. Nicht so hier. Vom ersten Ton an wurde bis zum Ende jedes Wort mitgesungen. Beeindruckend!

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Das Akustikkonzert mit Kyle und Jack an den Gitarren, so ganz ohne Band und Show war dagegen leider nicht wirklich beeindruckend. Jack Black hat an den Saiten wirklich dazugelernt, aber er ist eben eher der ziemlich gute Sänger und die begnadete Rampensau. Bei den schwierigen Griffen verknoteten sich dann schon mal die Finger und die Barré-Akkorde kann er schlicht einfach immer noch nicht. Damit lag die ganze musikalische Last auf Kyles Schultern und die sind zwar breit, aber doch nicht SO breit. Dazu kommt, dass das Repertoire von TenaciousD zwar durchaus nicht schlecht ist, aber eben rein musikalisch und unplugged eben keinen ganzen Abend füllen kann. Kurzum: Es war ein netter Abend mit Junior und Felix und immer noch besser, als zu Hause mal wieder vor dem Rechner zu versumpfen, aber mehr auch nicht. Und 50 Euronen sind ganz schön amtlich für 2 Jungs ohne Show und Band. The D lebt eben doch ziemlich von den riesigen erigierten, Lametta ejakulierenden Penissen auf der Bühne, von guten Begleitmusikern und kämpfenden Robotern on stage.

Nächstes mal dann ausnahmsweise ohne mich.

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