10 Dinge, die ich im Stadion überhaupt nicht brauche

Ein Fußballstadion ist das letzte Refugium des Homo Dinosauricus, des einfach gestrickten, geerdeten Menschen, der mit sich im Reinen ist, wenn er eine Stadionwurst in der einen Hand und ein einigermaßen trinkbares Bier in der anderen Hand hält und seine Mannschaft sich da unten auf dem Rasen den Arsch aufreißt, auch wenn sie dann mal nicht gewinnt. Die 135 Minuten im Stadion (der Homo Dinosauricus ist übrigens 45 Minuten vor Anpfiff im Stadion, um sich mit der Mannschaftsaufstellung vertraut zu machen, seine Wurst und sein Bier zu kaufen, mit den anderen Homini Dinosaurici über das Team zu fachsimpeln und lautstark die Nachnamen bei der Mannschaftsaufstellung der eigenen Mannschaft, sowie irgendwas Unschönes bei der Mannschaftsaufstellung des gegnerischen Teams zu skandieren – nicht etwa, um an irgendwelchen Buffets Scampis zu fressen), also die 135 Minuten im Stadion sind für den H.D. so etwas wie ein Kurzurlaub, möglichst frei von Bevormundung durch Dritte.

Dies vorausgeschickt hier die 10 Dinge, die ich im Stadion überhaupt nicht brauche:

  1. Zuspätkommer, die mir genau während eines vielversprechenden Freistoßes die Sicht versperren und mein Bier ausschüten, während sie sich in Richtung ihres Platzes vorbeidrängeln
  2. Ältere Damen, die sich auch mal das Stadion ansehen wollten und mir auf die Schulter tippen, wenn ich stehe, um meinen Verein anzufeuern
  3. Leute, die nicht in der Lage sind, sich eine Stadionwurst zu kaufen, ohne in dem Moment, wenn sie an der Reihe sind, noch einmal ausführlich die aushängende Karte zu studieren – um dann bar zahlen zu wollen
  4. Eventottos, die erst 5 Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit auf ihre Logenplätze zurücktröpfeln
  5. Klatschpappen, Vuvuzelas und werbetragendeWinkelemente
  6. Leute, die mit mir über aktuelle politische Themen, bzw. generell über irgendetwas anderes als Fußball reden wollen
  7. Inkontinente und Garagenparker – kurz: Zufrühgeher, die mir genau während eines vielversprechenden Freistoßes die Sicht versperren und meinen Bierbecher umwerfen, während sie sich in Richtung der Toilette oder des Ausgangs an mir vorbeidrängeln
  8. Gelangweilte Freundinnen (Freunde), die ihren Freund (ihre Freundin) ins Stadion begleiten, um ein Pfund in der Hand zu haben, wenn sie demnächst Begleitung selbiger zum Kinostart von Sex and the City 3 einfordern und die ganze Zeit nur dämliche Fragen stellen oder ihre Nägel feilen
  9. Grantler, die auch dann noch etwas am Spiel auszusetzen haben, wenn die Mannschaft 17:0 vorne liegt und gerade alle Ligarekorde bricht
  10. Law and Order Deppen, die mir auch im Stadion noch irgendwelche bescheuerten Regeln an den Hals hängen oder meine Fußballkumpelclique auf unterschiedliche Blöcke verteilen wollen

 

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